Um was geht es?
Was wollen wir erreichen?
Wir wollen erreichen, dass die Ausformulierung der Nutzungsverordnung nicht allein der Verwaltung bzw. Herrn Thomas Köster überlassen bleibt, sondern dass ein verbindlicher Runder Tisch einberufen wird, dem die Aktion Bürgerpark Englischer Garten angehört und mitgestalten kann.
Leider muss dies durch uns Bürger erstritten werden. Uns geht es darum, dem Ministerpräsidenten und den Abgeordneten im Bayerischen Landtag wie auch der Parkverwaltung selbst, klar zu machen, dass eine verantwortungsvolle Politik nicht gegen, sondern nur zusammen mit den Bürgerinnen und Bürgern gemacht werden kann.
BRIEF an STAATSMINISTER HUBER ABGESANDT
Heute haben wir einen offenen Brief an Staatsminister Huber, an den Ministerpräsidenten Dr. Beckstein und der Münchner Presse zur Kenntnisnahme abgesandt. Den Wortlaut unseres Briefes, den alle Verbände und Vertreter von Aktion Bürgerpark Englischer Garten abgesandt haben, können Sie lesen: [zu unserem offenen Brief]
Unsere Stellungnahme im allgemeinen
Leider gibt es aber auch eine Gruppe von Hundebesitzer im Englischen Garten, die nun gegen unsere Unterschriftenaktion hetzen und davor warnen zu unterschreiben. Dass diese anonymen Zettel nur zeigen, wer hier etwas zu verbergen hat, liegt auf der Hand. Diese Vorgehensweise schadet nur uns allen, zeigt sie doch, dass hier jemand sein "eigens Süppchen" kochen möchte.
In der Aktion Bürgerpark Englischer Garten sind die großen Tierschutzorganisationen von München vertreten, die hier sehr wohl die Interessen der Hundehalter vertreten. Oder glaubt jemand ernsthaft, dass der große Dachverband der Hundehalter, der Verband des Hundewesens Deutschland, Landesverband Bayern für einen Leinenzwang ist, egal wo? Oder glaubt jemand wirklich, dass der Tierschutzverein München oder die Tierrettung München oder der Verein Aktion Tier - Menschen für Tiere e. V. für einen Leinenzwang sind??? Wirklich nicht!!!
Herr Köster hat durch seine Äußerungen in der Vergangenheit die Bürger verunsichert. Da gibt es diejenigen, die aufgrund der besonderen "Wertschätzung der Hunde", die Herr Köster ja am liebsten aus dem Englsichen Garten verbannen möchte, nun heftig gegen Hunde wettern.
Da gibt es die korrekten Hundehalter, die ihre Hunde gut erzogen haben, die nun befürchten, dass das unverschämte Auftreten einzelner Hundehalter dazu führt, dass alle anderen in eine Solidarhaftung genommen werden!
Es gab vereinzelte Vorfälle durch Hunde im Englischen Garten, die nicht hingenommen werden können und die wir alle verurteilen: Zum Beispiel: Als zwei große Hunde im Mai 2008 ein Schaf gerissen hatten, war es übrigens die Tierrettung München, die sofort zur Stelle war, um dem Schaf das Leben zu retten. Die Tierrettung München engagiert sich auch für das Leben der Graugänse im Englischen Garten (die die Parkverwaltung übrigens auch töten lassen wollte!!!) wie auch für die Biber. Diese Tiere und andere Tiere gehören geschützt.
Nach Presseaussagen vom Parkchef Thomas Köster geht von Hunden wohl immer eine Gefahr aus, es kämen sogar bis zu zwei Menschen im Jahr durch Hunde ums Leben. Niemand außer Herr Köster weiß wohl etwas davon... Und deshalb sollen nun alle Hunde, ob groß oder klein, friedlich oder lebhaft, Welpe oder Senior angeleint werden.
Irrtümlich wird hier geglaubt, dass ein angeleinter Hund nicht mehr auf den Weg „kaki“ macht und auch nicht mehr beißen würde. Das Gegenteil ist der Fall. Statt die Hundehalter zu motivieren, die den Hundekot beseitigen und die brave Hunde haben, werden diese nun verunsichert und gezwungen ihre Hunde künftig anzuleinen. Die Gesellschaft wird gespalten.
Gerade der Englische Garten zeichnet sich als Park aller Münchner durch sein friedliches Miteinander von Spaziergängern mit und ohne Hunde, mit und ohne Kindern, Radfahrern, Surfern und Schwimmern und Sonnenhungrigen aus. Für Hunde und deren Besitzer ist er eine der letzten Möglichkeiten in München den Hund frei laufen zu lassen, mit diesem zu spielen und ihm den artgerechten Auslauf zu gewähren.
Wir sind gegen jeglichen Leinenzwang im Englischen Garten. Ein Dialog mit anderen Interessensgruppen zeigt aber, dass im Südteil des Englischen Gartens Bereiche gefordert werden, in denen Hunde an der Leine zu führen sind. Es muss aber gewährleistet werden, dass der überwiegende Teil des südlichen Englischen Gartens ohne Leinenpflicht bleibt.
Der Nordteil des Englischen Gartens muss leinenfrei bleiben. Denn es kann nicht sein, dass die gewerblich-landwirtschaftlichen Interessen eines Schäfers höher zu bewerten ist als das verfassungsrechtlich geschützte Freizeitinteresse der Bürger mit und ohne Hund.
Wenn es einen breiten Leinenzwang im Englischen Garten gibt, werden die Hundebesitzer dann eben auf andere Parks ohne Leinenzwang wie dem Pasinger Stadtpark oder dem Olympiapark ausweichen. Es wird dort dann aber zu einer Erhöhung der Hunde kommen und dann vielleicht zu neuen Problemen. Auch das müssen wir jetzt verhindern!
Was können Sie tun?
- Helfen Sie uns bei der Unterschriftenliste, auch wenn Sie nicht zu den Spaziergängern des Englischen Gartens gehören und auch wenn Sie keinen Hund haben!
- Schreiben Sie dem Ministerpräsidenten Dr. Günter Beckstein!
- Schreiben Sie einem Münchner Landtagsabgeordneten Ihrer Wahl!
- Schreiben oder mailen Sie einen Brief an den Präsidenten Hanfstaengel, dem Chef von Herrn Köster!
- Informieren Sie uns über Ihre Aktivitäten, damit wir dies auch der Öffentlichkeit zahlenmäßig präsentieren können!
Helfen Sie uns, dass der Englische Garten weiterhin Ausdruck des Bayerischen Lebensgefühls bleibt. Wenn auch Sie glauben, dass hier über das Ziel hinaus geschossen wird, werden Sie mit uns aktiv!
Wir wollen nicht „Singapur“ in München, sondern Bayrisch bleiben – Leben und leben lassen!!!!
Vielen Dank für Ihre Unterstützung und Ihr Verständnis,