TZ, 12. August 2013

Bußgeld-Streit im Englischen Garten


München - Um den Englischen Garten tobt ein skurriler Bußgeld-Streit. Soll es bei Verstößen bald Strafen geben – oder nicht?

Das Motto „Leben und leben lassen“ soll auch im Englischen Garten gelten. Darum verbietet die Bayerische Schlösserverwaltung Radeln auf Fußwegen, Dreck liegen und Hunde frei herumlaufen zu lassen. Wie bitte? Hunde gehören da an die Leine? Und warum hält sich niemand dran?

Da sind wir bei des Pudels Kern: Um den Englischen Garten tobt ein skurriler Bußgeld-Streit. Soll es bei Verstößen bald Strafen geben – oder nicht? Die Schlösserverwaltung stellt klar, dass sie keine Parkanlagenverordnung mit Bußgeldern plant. Stattdessen appelliert sie an Besucher, Vorschriften einzuhalten. In der Broschüre des Parks heißt es: „Freilaufende Hunde können anderen Angst machen – besonders Kindern.“
Die „Aktion Bürgerpark Englischer Garten“ lässt aber nicht locker. Die Initiatorin und CSU-Stadträtin Evelyne Menges fragt: „Warum steht das Bußgeld dann jetzt in der Nutzungsordnung?“ Schon 2008 hat sich die Gründerin der Tierrettung gegen Strafen engagiert und ist jetzt aufgeschreckt. Im Norden des Gartens soll es eine zwei Fußballfelder große Freilaufzone geben. Vorbote für strengere Überwachung? „Es geht uns nicht nur um Hunde, sondern auch um Radler oder Surfer. Wir brauchen keine Verbote, sondern Rücksichtnahme“, sagt Menges. Sie könnte mit Leinenzwang im Südteil leben, wenn der Norden frei bliebe. Darum fordert sie einen Runden Tisch für eine neue Nutzungsordnung. DAC http://www.tz-online.de/aktuelles/muenchen/bussgeld-streit-englischen-garten-3052402.html

ANMERKUNG Menges: Ein schon heute bestehender Leinenzwang im Süden ist dahingehend zu lockern, dass er nur in den Bademonaten gilt und auch hier im Süden Freilaufwege angezeigt werden müssen.


Wochenanzeiger, 6. August 2013

Drohen den Besuchern im Englischen Garten bald Bußgelder?

Schwabing · Steht dem Englischen Garten etwa eine Veränderung bevor, die den Münchnern Sorge machen müsste? »Macht bitte kein Paradies kaputt, um das uns alle nur beneiden«, appelliert jetzt jedenfalls Evelyne Menges.

Die Befürchtung der CSU-Stadträtin, dass die »Münchner Lebensart« in dem größten Erholungsraum der Stadt attackiert werden könnte, wurde angekurbelt, als Bayerns Finanzminister Markus Söder Anfang Juli über neue Pläne für den Englischen Garten sprach.
Und die sollen, so behauptet Menges, auch Reglements nach sich ziehen, die das friedliche Miteinander »vehement bedrohen«.

 

Um solchen Entwicklungen einen Riegel vorzuschieben, hat die Politikerin bereits im Jahr 2008, als ebenfalls ein mit Bußgeldern behafteter Regelkatalog drohte, mit mehreren Initiativen die »Aktion Bürgerpark Englischer Garten« ins Leben gerufen. »Wir müssen uns wehren, bevor es zu spät ist«, sagt Reiner Rösch, Beiratsmitglied des Vereins »tierrettung münchen«, der sich ebenfalls in dieser Sache engagiert. Bereits über 1.000 Unterschriften hat die Initiative gesammelt. Wer ebenfalls unterzeichnen will, kann dies noch bis Montag, 9. September, tun (www.buergerpark-muenchen.de). »Wir fordern, dass Entscheidungen nicht einfach über unsere Köpfe hinweggetroffen werden«, so Menges. Es könne nicht angehen, dass »uns künftig ganz genau gesagt wird, wo wir gehen, joggen und radeln dürfen, wo wir uns nicht sonnen dürfen und dass alle Hunde im Prinzip überall an die Leine müssen.« Derlei Verordnungen würden den Charakter des Englischen Gartens zerstören. Der Englische Garten als Bürgerpark brauche keine neuen Einschränkungen und die Drohung mit Bußgeldern«, meldet sich auch Michael Mattar zu Wort. Stattdessen plädiert der FDP-Stadtrat für Rücksichtnahme, verantwortungsvollen Umgang untereinander und das Prinzip von »leben und leben lassen«. Denn das sei es doch, »was für das richtige Miteinander im Englischen Garten sorgt.«

 

In die Neuerungen, die Söder angekündigt hat, will der Freistaat mehrere Millionen Euro investieren. Bis 2014 soll der Monopteros saniert, ein Erlebnisweg an einem Isarflussbett geschaffen und ein Vogellehrpfad in der Nähe des Kleinhesseloher Sees errichtet werden. Ein »Clean-Team« soll für mehr Sauberkeit sorgen, zudem werden weitere Abfalleimer aufgestellt. Und frei laufen dürfen Hunde ausschließlich auf einer 1,5 Hektar großen Wiese im Nordteil, ansonsten gilt Leinenpflicht. Dass besonders auch diese letzte Einschränkung die Initiatoren der »Aktion Bürgerpark« verärgert, versteht sich von selbst. Denn dort sind unter anderem der Verein Streichelfreunde, das Forum Mensch und Hund, der Verband für das Deutsche Hundewesen Landesverband Bayern und der Tierschutzverein München aktiv.

 

Der Englische Garten kommt nicht zum ersten Mal wegen Bußgeldern ins Gerede. Die »Aktion Bürgerpark« erreichte bereits vor fünf Jahren], dass die Bayerische Schlösser- und Seenverwaltung Bußgeldandrohungen nicht umsetzt.

 

Freiheit im Englischen Garten

 

»Die Surfer durften weiter surfen, die Hunde frei laufen, Jogger nach Belieben joggen und Wiesen beliebig betreten werden«, berichtet Menges.
Zum Hintergrund: Der Bayerische Landtag hatte am 25. Juni 2008 eine Änderung des Landesstrafen- und Verordnungsgesetzes beschlossen. Seitdem darf die Bayerische Schlösser- und Seenverwaltung für ihren Verwaltungsbereich, wie dem Englischen Garten, eine bußgeldbewehrte Parkanlagenverordnung erlassen. Darin wird die Nutzung ganz genau geregelt. Nicht gestattet ist demnach unter anderem, ungemähte Wiesen zu betreten und Ball zu spielen oder Sport zu treiben, sofern Personen gefährdet oder belästigt oder Gegenstände beschädigt werden können.

 

»Dass nun die Bayerische Schlösser- und Seenverwaltung die Struktur unseres Englischen Gartens umfassend ändern möchte, kann nur bedeuten, dass das Finanzministerium ernst machen und die Bußgeldbewehrung, die wir bislang erfolgreich vermeiden konnten, über die Köpfe der Bürger hinweg einführen wird«, befindet Menges. Doch was ist dran an der Sache? Fragt man bei der Bayerischen Schlösser- und Seenverwaltung nach, so lässt Sprecher Thomas Rainer wissen: »Das stimmt nicht.« Die aktuellen Anlagenvorschriften, die seit 1964 an allen Eingängen zum Englischen Garten aushängen, seien keine öffentlich-rechtlichen Rechtsvorschriften, die bußgeldbewehrt sind, sondern privatrechtliche Vorgaben. »Daher werden von der Bayerischen Schlösserverwaltung bei Verstößen gegen die Anlagenvorschriften auch keine Bußgelder erhoben«, so Rainer weiter.

 

Für ein friedliches Miteinander

 

Die Bayerische Schlösserverwaltung setze auf den Konsens aller Nutzergruppen und appelliere an alle Nutzer, die entsprechenden Vorschriften einzuhalten, um ein friedliches Miteinander aller Besucher des Englischen Gartens zu gewährleisten.
Doch das Aktionsbündnis bleibt argwöhnisch. »Wir trauen der Sache nicht«, sagt Menges. Die Aktion Bürgerpark will deshalb an einem Runden Tisch mit dem Finanzminister und der Finanzverwaltung zusammenkommen, damit, so die Politikerin, »nichts Unsinniges umgesetzt wird«. Sylvie-Sophie Schindler

http://www.wochenanzeiger.de/article/136911.html

TZ, 17. September 2008

19000 Unterschriften für Surfer und Hunde

Könnte Collie-Hündin Ronja schreiben, hätte sie wohl auch ihren Namen zu den 19000 Unterschriften gesetzt. Schließlich wollten die Aktion Bürgerpark Englischer Garten und die Münchner Surfer gestern an der Eisbachwelle Umweltminister Otmar Bernhard und dem Hausherrn des Englischen Gartens, Staatssekretär Georg Fahrenschon, demonstrieren: Wir sind alle ein Team im Englischen Garten - und brauchen nicht noch mehr Verbote! Um dieses Anliegen zu unterstreichen, hatte es einen Staffellauf zu den Politikern gegeben: Stadträtin und Bürgerpark-Initiatorin Dr. Evelyne Menges gab die Rolle an den erfolgreichen Eisbachsurfer Gerry Schlegel weiter, der wiederum an Kinder, die an Radfahrer und die reichten die Rolle an Spaziergänger ohne und mit Hund weiter. [zum Zeitungsartikel]

 

AZ, 17. September 2008

Die Unterschriften-Welle rollt

Dick mit Thermoband umwickelt ging`s für 19.000 Unterschriften von Münchner Bürgern auf den Eisbach: Surfmeister Gerry Schlegel machte beim Staffellauf im Englischen Garten den Anfang. "Wir wollen zeigen, dass Surfer, Kinder, Radfahrer und Hundebesitzer gemeinsam an einem Strang ziehen, um den Park weiterhin frei von Regeln zu halten", sagt Petra Offermanns von den Isar-Surfern. [weiter zum Artikel]

 

Münchner Merkur, 17. September 2008

Welle des Protests

Ein ungewöhnlicher Staffellauf war am Dienstag im Englischen Garten zu bestaunen. Die Teilnehmer: Politiker, Radler, Surfer, Kinder und - ein Hund. Eben alle, die den Park lieben. Sie trugen eine symbolische Unterschriftenrolle für den Erhalt des Bürgerparks. Höhepunkt: der Auftritt des deutschen Hochschulmeisters im Surfen, Gerry Schlegel. ... [weiter zum Zeitungsartikel]

 

BILD, 15. September 2008

Die neue "Aktion Bürgerpark" fordert

Keine Bußgelder im Englischen Garten!

von Karsten Riechers

München - Neuer Ärger für CSU-Chef Erwin Huber. Im Wahlkampf-Finale nervt ihn eine große Koalition von Liebhabern des Englischen Gartens. .... Die "Aktion Bürgerpark Englischer Garten" hat Huber jetzt einen offenen Brief geschrieben. Zu den Unterzeichnern gehören die Landtagsabgeordnete Barbara Rütting (80, Grüne) sowie die Stadträte Michael Mattar (55, FDP), Evelyne Menges (49) und Tobias Weiß (27, beide CSU). Sie verlangen von Huber "eine verbindliche Zusage, dass Ihr Haus auf den Erlass einer Rechtsverordnung für den Englischen Garten verzichtet". [weiter zum Zeitungsartikel]

siehe auch: http://www.bild.de/BILD/muenchen/aktuell/2008/09/15/aktion-buergerpark/keine-bussgelder-im-englischen-garten.html

 

AZ, 8. September 2008

Dauer-Streit um Parkordnung

MÜNCHEN Im Dauer-Streit um neue Regeln für den Englischen Garten hat sich der Chef der Münchner Rathaus-FDP, Michael Mattar, für den Verzicht auf eine neue Parkordnung starkt gemacht. "Das Miteinander aller Nutzer des Englischen Gartens funktioniert", telte er gestern mit. "Eine Parkordnung mit Bußgeldern ist überflüssig wie ein Kropf." Auf keinen Fall dürfe eine Parkordnung ohne die verbindliche Beteiligung der Bürger, die in der Aktion Bürgerpark Englischer Garten organisiert sind, erlassen werden. Mattar ist selbst Mitglied der Aktion. [zum Zeitungsartikel]

 

Münchner Merkur, 3. September 2008

Der Landtag als Parkwächter

CSU will Parlament mit Parkordnung für Englischen Garten befassen

Die CSU-Landtagsabgeordneten Ludwig Spaenle und Thomas Zimmermann wollen mit einer Initiative im Landtag die umstrittene Frage einer Parkordnung für den Englischen Garten klären. Dieser Schritt sei angemessen - schon wegen der besonderen Bedeutung des Gartens "als größter Parkanlage Bayerns uns seines Charakters als Landschaftsdenkmal", begründeten die CSU-Politiker ihren Vorstoß. Er können sich nun einen Eckdatenbeschluss des Landtags für entsprechende staatliche Parksatzungen vorstellen, erklärte Spaenle.... [weiter zum Zeitungsartikel]

 

Münchner Merkur, 30./31. August 2008

Wir wollen Surfer nicht verlieren

Die Eisbach-Surfer dürfen weiter ihre Welle reiten. Die Zeichen, die Finanzstaatssekretär Georg Fahrenschon (CSU) bei einem Treffen am Eisbach aussandte, waren eindeutig: Der Freistaat, Hausherr des Englischen Gartens, wolle dort "keine Sportart verlieren".

von Johannes Löhr

Als "Retter" posierte Georg Fahrenschon am Freitag neben der Welle unterhalb der Prinzregentenstrasse für die Kameras - um das T-Shirt mit dem weißen Schriftzug überstreifen zu können, hängte der CSU-Politiker sein Jackett so beiläufig wie passend über das Blechschild "Surfen und Baden verboten", so dass die Schrift nicht mehr zu sehen war. Das Shirt haben ihm MItglieder der Initiative "Rettet die Eisbachwelle" geschenkt. Über 11000 Unterschriften hatte diese für den Erhalt des Sports gesammelt. [Weiter zum Zeitungsartikel]

 

AZ, 30./31. August 2008

Land in Sicht für Eisbachwellenreiter

Nur wer registriert ist, darf ins Wasser: "Lizenz zum Surfen" könnte rettende Lösung sein

München - "Wir wollen weiter surfen", prangt in großen Lettern auf dem Banner über der Eisbachwelle. Mehr als 20 Surfer haben am Freitag die Gelegenheit genutzt und Finanz-Staatssekretär Georg Fahrenschon und den CSU-Landtasgabgeordneten Ludwig Spaenle bei deren "Stadtradltour" im Englischen Garten zur Rede gestellt. Das Thema: die drohenden Bußgelder in Münchens schönstem Park.

"Wir wollen ihn an sein Versprechen erinnern, die Sportart hier nicht vollständig zu verbieten", erklärt Karsten Mohr (46) Mitbegründer der Initiative "Surfen in München". Fahrenschon hatte bei einer AZ-Diskussion zum Englischen Garten angekündigt, dass es am Eisbach bald eine "Lizenz zum Surfen" geben könnte. "Wir sind bereit, uns registrieren zu lassen und die Haftung selbst zu übernehmen. Nicht zugelassene Surfer können dann mit Bußgeldern belegt werden", erläutert Petra Offermanns. [Weiter zum Zeitungsartikel]

 

BILD, 30./31. August 2008

Eisbach Surfer - Kampf für ihre Welle

von Janet Hinterberger. München - Sie bringen ein Stückchen vom Flair der kalifornischen Beach-Boys in die Stadt, selbst im Winter! Die Eisbach-Sufer!

Sie gehören hier seit den 70er Jahren zu den bekanntesten Touristen-Attraktionen. Doch in den vergangenen Monaten steht dieses ungewöhnliche Stück Münchner Kultur bei den Behörden zur Debatte. [weiter zum Artikel] 

 

BILD, 29. August 2008

Friedensgipfel im Englischen Garten

Dürfen bald wieder Zamperl ohne Leine auf die Wiesn?

Von C. ATTENBERGER - Also Morle, so geht’s ja eigentlich nicht. Ganz ohne Leine zu den Schafen im Englischen Garten. Die Schlösser- und Seenverwaltung hat’s doch verboten: Hunde an die Leine, sagen die Schilder an der Hundewiese beim Aumeister.

Seit einigen Wochen stehen die Dinger da, weil immer wieder Hunde in die Schafherde jagten. Im Mai wurde sogar ein Mutterschaft gerissen.  Aber da kann Morle (10) nix dafür. Der Königspudel ist ein ganz Lieber: Von Jagdtrieb keine Spur, Fleisch schmeckt ihm nur aus der Dose. Sein Frauchen, Hundeaktivistin und Stadträtin Dr. Evelyne Menges: „Der läuft nie weg, warum sollte ich so ein Tier an die Leine nehmen?“

Ähnlich geht es vielen Besitzern lammfrommer Zamperl im Englischen Garten. Und deshalb sind Frau Menges und Grünen-Landtagsabgeordnete Barbara Rütting gestern angetreten – zum Versöhnungsgipfel mit dem Schäfer im Englischen Garten.

Schäfer Johannes Rosenhuber (23) schmaucht schon am Friedenspfeifchen: „95 Prozent der Hundebesitzer hier drin sind kein Problem, aber der Rest...“ Deren Hunde rasen in räuberischer Absicht in die Herde, schocken die Mutterschafe. Barbara Rütting schüttelt den Kopf: „Nur wegen fünf Prozent müssen alle anderen leiden.“ [zum online-Artikel: http://www.bild.de/BILD/muenchen/aktuell/2008/08/29/friedens-gipfel/im-englischen-garten-schaefer-johannes-und-die-hunde-besitzer.html

 

TZ, 29. August 2008

"Wir kommen gut miteinander aus"

Aktion Bürgerpark besucht Schäfer Rosenhuber im Englischen Garten

Ein ungewöhnliches Schäferstündchen fand gestern auf der Siebenbuchenwiese im Nordteil des Englischen Gartens statt. Hirte Johannes Rosenhuber  und seine 300-köpfige Herde hatten Besuch von einer kleinen Delegation der Aktion Bürgerpark, die sich gegen einen totalen Leinenzwang für Hunde im Englischen Garten einsetzt. 

Ziel des Unternehmens: Die Welt und vorallem die Verantwortlichen für den Englischen Garten  - das bayerische Finanzministerium bzw. dessen Schlässer- und Seenverwaltung - davon zu überzeugen, dass die friedliche Koexistenz von Schafen und freilaufenden Hunden möglich ist. Die Aktionsgruppe will verhindern, dass die künftige Parkordnung samt angedrohtem Bußgeldkatalog, die durch ein kürzlich verabschiedetes Gesetz möglich ist, allzu streng ausfällt: "Wir brauchen keine Vorschriften".

Zu diesem Zweck haben sich in der überparteilichen Gruppe Politikerinnen von CSU (Stadträtin Evelyne Menges) und Grünen (Landtagsabgeordnete Barbara Rütting) zusammengefunden. [weiter zum Zeitungsartikel]

 

AZ, 29. August 2008

"Vorschriften nicht nötig"

Tierschützer beweisen im Englischen Garten, dass es ein friedliches Miteinander zwischen Schafen und Hunden gibt - wenn letztere folgsam sind

München. Braucht's den Leinenzwang für Hunde nun in Teilen des Englischen Gartens - oder sollen sich die Vierbeiner überall frei bewegen könne? Seit Wochen tobt eine hitzige Diskussion zu dem Thema - jetzt machte die Aktion Bürgerpark Englischer Garten eine Probe aufs Exempel und besuchte mit mehreren Hunden den Schäfer des Parks, Johannes Rosenhuber, und dessen 300 Schafe.

Morle (11), der Pudel von Evelyne Menges, Vizepräsidentin der Aktion Tier - Tierrettung München e.V., sowie Mischlingshündin Malachia (7) und Pinscher Ricco (3) tänzeln aufgeregt über die Siebenbuchenwiese zwischen Aumeister und Hirschau. So viele Schafe kriegen sie selten zu Gesicht - trotzdem gehorchen die drei Hunde aufs Wort, wenn Frauchen ruft. "Wir wollen mit diesem Treffen zeigen, dass es ein friedliches Miteinander zwischen Schafen und Hunden geben kann und dass Verordnungen, die alle über einen Kamm scheren, nicht nötig sind", sagt Menges. Der Großteil der Hundehalter sei verantwortungsbewusst und habe seine Zamperl so gut erzogen, dass sie keine Gefahr für die Schafe darstellten... [weiter zum Zeitungsartikel]

 

Münchner Merkur, 29. August 2008

Wenn sich Schafe und Hunde im Park begegnen

Nach Beißattacke: Harmonisches Krisentreffen zwischen Aktion Bürgerpark und Wanderschäfer Johannes Rosenhuber im Englischen Garten

Sogar die Bundeswehr ist gekommen. Dabei soll es im Englischen Garten doch ein Friedensgespräch geben. Vertreter der Aktion Bürgerpark wollen sich mit dem Wanderschäfer des Parks, Johannes Rosenhuber, treffen, um zu klären wie Hunde und Schafe am besten miteinander auskommen können.

... Geradezu lammfromm zeigen sich nämlich der Schäfer und die Aktionsmitglieder, darunter die Landtagsabgeordnete Barbara Rütting (Grüne), die Stadträtin Evelyne Menges (CSU) und der Vorsitzende des Tierschutzvereins München, Kurt Perlinger. Und dies nicht nur beim gemeinsamen Foto. [weiter zum Zeitungsartikel]

 

Münchner Merkur, 27. August 2008

Krisengespräch über Leinenzwang

Der Streit um freilaufende Hunde im Englischen Garten geht in die nächste Runde: Die Mitglieder der "Aktion Bürgerpark" sind empört darüber, dass schon jetzt neue Verbotsschilder im Park stehen, die einen Leinenzwang anordnen. Die Schlösser- und Seenverwaltung habe sie auf der Hundewiese beim Aumeister aufgestellt - "ohne jegliches Augenmaß", wie es in einer Mitteilung der Aktion hieß. Die Initiative um Stadträtin Evelyne Menges (CSU) kämpft für die Rechte der Hundehalter und gegen einen Leinenzwang im Park.... [weiter zum Zeitungsartikel]

 

Süddeutsche Zeitung, 22. August 2008

Erlebnisse im Englischen Garten

Ameisen an die Leine!

Im Englischen Garten liegen Hundehalter, Radler und Eltern im Clinch - ein sommerlicher Rundgang von Mutter und Sohn.Von Andrea Schlaier

Es ist inzwischen Nachmittag, die Schuhe sind staubig vom Schlurfen über den sommertrockenen Pfad, das Kind hat sich zur kurzen Rast entschlossen. Prompt und ohne Arg nimmt es Platz mitten auf dem Weg, in unmittelbarer Nähe einer Dörr-Schnecke. "Schau, Mama, die ist tot!" Schon verlangsamt die erste Radlerin ihre Fahrt, umrundet mit teilnahmsvoller Miene den am Boden sitzenden Ausflügler und schenkt der samt Kinderwagen Wache schiebenden Mutter ein solidarisches Lächeln.

weiter zum Artikel http://www.sueddeutsche.de/muenchen/488/307442/text/

 

WELT, 22. August 2008

 

Kolumne

Kimmelquell ist überall

Eines unserer Lieblingsbücher von Ephraim Kishon heißt "Der Fuchs im Hühnerstall". Es geht um den rastlosen Politiker Amitz Dulnikker, der sich nach einer Herzattacke erholen muss und dafür in das abgeschiedene Dorf Kimmelquell reist. In Kimmelquell nimmt das Leben seit Jahren einen ruhigen Lauf, man arrangiert sich und hat eine selbstverständliche Ordnung geschaffen, die keinem weiter auffällt. Das kann Dulnikker, kaum hat er sich erholt, nicht ertragen. Er führt die Politik in Kimmelquell ein, und das Elend nimmt seinen Lauf.

Ähnliches bahnt sich in der schönsten Parkanlage Deutschlands an, dem Englischen Garten in München. Seit vielen Jahren gehen wir dort gern spazieren, essen und trinken, liegen im Gras oder spielen Frisbee mit dem Hund. Bisher hatten wir dabei immer das Gefühl, uns in einem kleinen Paradies zu bewegen. Sicherlich ist manchmal ein Bongo-Spieler zu laut, nicht jeder Nackte ist ein ästhetischer Genuss, und manche Hunde sollten besser nicht frei rumlaufen. Aber in der Regel sorgen schon die anderen Hundebesitzer dafür, dass übellaunige Vierbeiner an die Leine kommen. Auch sieht man hin und wieder pöbelnde Saufnasen in den Biergärten und Heroindealer auf dem Monopteros. Dafür gibt es die Polizei, die auch außerhalb des Englischen Gartens für solche Fälle zuständig ist.

weiter zum Artikel http://www.welt.de/welt_print/arti2359481/Kimmelquell_ist_ueberall.html

TZ, 19. August 2008

Erste Schilder fordern Leinenzwang für Hunde

Schäfer will im Englischen Garten seine Tiere schützen

Hunde an die Leine - wird`s jetzt ernst? Seit Jahren fordert die Parkverwaltung im Englischen Garten einen Leinenzwang für Hunde. Auf der großen Wiese beim Aumeister wurden nun die ersten Verbotsschilder aufgestellt: "Hier weiden Schafe - Hunde sind an der Leine zu führen!" steht da. Obwohl nirgends ein Schaf zu sehen ist ... [Zum Zeitungsartikel]  siehe auch http://www.tz-online.de/de/aktuelles/muenchen/artikel_44732.html

BILD, 18. August 2008

Um die Schafe im Englischen Garten zu schützen

Leinenzwang auf der Hundewiese?

von Nicola Erdmann. München - Was ist denn da los? Die große Hundewiese beim Aumeister im Englischen Garten, normalerweise ein Paradies für Hund und Herrchen. Und jetzt das: Ein Schild fordert dazu auf, die Vierbeiner an die Leine zu nehmen - wegen weidender Schafe.

Aber weit und breit ist kein einziges Schaf zu entdecken! Nur Hundehalter, die die Welt nicht verstehen .... [Zum Zeitungsartikel]; [zum online-Artikel: http://www.bild.de/BILD/muenchen/aktuell/2008/08/18/leinenzwang/auf-der-hundewiese.html

 

Badische Zeitung, 13. August 2008

Münchner mucken auf

Wer die Regeln im Englischen Garten missachtet, soll künftig zahlen — eine Initiative wehrt sich

Von unserer Mitarbeiterin Iris Hilberth

MÜNCHEN. Schwimmen im Eisbach, Radfahren durch den Park oder Hunde frei laufen lassen: Im Englischen Garten in München ist das schon lange verboten. Bisher wurde es zwar toleriert, das soll sich nun aber ändern. Der bayerische Landtag beschloss jüngst ein neues Gesetz, nach dem für diese Ordnungswidrigkeiten künftig ein Bußgeld erhoben wird. Einige Münchner lassen sich das nicht gefallen und haben sich deshalb zur "Aktion Bürgerpark Englischer Garten" zusammengeschlossen.

...'Derzeit haben die Verwalter der Gärten und vorallem der Chef des Englischen Gartens, Thomas Köster, den Zorn der Bürger ob der drohenden Bußgelder auf sich gezogen. Jetzt ziehen sie gegen die befürchteten Strafen zu Fehde und haben sich zur Aktion Bürgerpark Englischer Garten zusammengeschlossen. Der Verband des Deutschen Hundewesens und der Tierschutzverein München stehen hinter den wütenden Bürgern. Sie fordern ein Mitspracherecht über die Zukunft des Parks und sammeln Unterschriften gegen den Leinenzwang. Initiatorin des Bündnisses ist Evelyne Menges, die für die CSU im Münchner Stadtrat sitzt. Auch Umweltminister Otmar Bernhard hat sich inzwischen  an CSU-Chef Erwin Huber gewandt, mit der Bitte doch Maß zu bewahren...

Zum Artikel siehe http://www.badische-zeitung.de/nachrichten/welt/54,51-23975436.html



WELT, 12. August 2008

Englischer Garten

Verwaltung will Eisbach-Surfen verbieten

Die Gartenverwaltung will Münchens "stehende Welle" wegen Lebensgefahr verbieten. Zwar setzen sich Hobby-Surfer und Touristen für das Wahrzeichen der Stadt ein. Auch die Stadt will eigentlich kein Spielverderber sein, scheint sich aber trotzdem entschieden zu haben.

Zum Artikel siehe http://www.welt.de/muenchen/arti2316767/Verwaltung_will_Eisbach-Surfen_verbieten.html

 

Münchner Wochenanzeiger, 7. August 2008

Englischer Garten - Geregelter Garten

Neue Verordnung für Münchens grüne Lunge geplant

Im Bezirksausschuss Altstadt-Lehel (BA 1) hingegen teilen sich die Meinungen darüber, ob schärfere Regeln sinnvoll sind.

Die Bayerische Staatsregierung, die für den Englischen Garten zuständig ist, hat die Schlösser- und Seenverwaltung beauftragt, gemeinsam mit dem Finanzministerium des Freistaats eine Verordnung für den Englischen Garten zu erlassen. Dies sei „zutiefst undemokratisch“ monierte Patric Wolf (CSU) auf der jüngsten Sitzung des BA 12. „Der Englische Garten ist ein Bürgerpark, deshalb haben wir als kommunales Organ ein Mitspracherecht“, sagte er. Seine Forderung: Der BA, städtische Verbände wie Tierschutz- und Radfahrervereine sowie Oberbürgermeister Christian Ude (SPD) sollen an der neuen Parkordnung mitarbeiten. ..

Zum Artikel siehe http://www.wochenanzeiger.de/article/79204.html

 

AZ, 7. August 2008

Die Rüpel stoppen!

Streit um den Englischen Garten: 100 Bürger bei der AZ-Podiumsdiskussion über Bußgelder und Leinenzwang in Münchens größtem Park

Altstadt Müssen Hunde bald im Englischen Garten an die Leine? Droht Surfern und Radfahrern in Münchens größtem Park künftig ein Bußgeld? [Zum Zeitungsartikel]

 

AZ, 7. August 2008

AZ-Diskussion über den Englischen Garten: "Die Rüpel stoppen"

MÜNCHEN  -  Müssen Hunde bald im Englischen Garten an die Leine? Droht Surfern und Radfahrern in Münchens größtem Park künftig ein Bußgeld? Über diese und einige andere Themen haben am Mittwoch Abend fünf sachkundige Politiker und Experten bei der AZ-Debatte „Streit um den Englischen Garten – droht das Ende der Münchner Toleranz?“ diskutiert. ..

Die Position des Finanzministeriums, das im Englischen Garten das Sagen hat und eine bußgeldbewehrte Parkordnung erarbeiten könnte, vertrat Staatsekretär Georg Fahrenschon. Er machte deutlich, dass er sich eine Verordnung – ähnlich wie sie die Stadt München für ihre Grünflächen hat – wünscht, „um den Rüpeln besser entgegen treten zu können“. Im Gegensatz zur Stadt könne das Land nämlich nicht ohne weiteres auf Regelverstöße mit Bußgeldern reagieren.

Allerdings will das Ministerium keine „Generalverbote“ verhängen, die „ganze Sport- oder Bewegungsarten“ untersagen.

Kabarettistin Lisa Fitz befürchtet trotzdem, dass diese Pläne zu einer Überregulierung führen können: „So eine zwangsneurotische Kontrollwut macht mir Angst“, sagte sie unter dem Applaus vieler Zuhörer.

Auch Hans Wiblishauser vom Verband des deutschen Hundewesens kritisierte „den Schnellschuss des bayerischen Landtags“. Die Grünen-Politikerin Barbara Rütting, die den Verein Bürgerpark Englischer Garten mitgegründet hat, wertete das Gesetzesverfahren als „Farce“.

weiter zum Artikel siehe http://www.abendzeitung.de/muenchen/45016

 

AZ, 7. August 2008

Hitzige Debatte über den Englischen Garten - Ein Pickerl für Surfer

MÜNCHEN  -  Brauchen wir Leinenzwang und Radlverbot, Gartenschandis und Knöllchen? Rund 100 Münchner kamen Mittwochabend in den Augustiner zur AZ-Podiumsdiskussion „Streit um den Englischen Garten – droht das Ende der Toleranz?“ „Verwahrlost der Englische Garten wirklich ohne die von Ihnen angestrebte ,bußgeldbewehrte Parkverordnung?“ fragte Moderator und AZ-Chefredakteur Arno Makowsky den Finanzstaatsekretär Georg Fahrenschon. Der bekräftigte, man wolle nur – wie die Stadt in ihren Parks auch – die Möglichkeit haben, „besonderen Bazis, die sich an gar keine Regeln halten, eine Antwort geben zu können.“

Für Barbara Rütting, Landtagsabgeordnete der Grünen und Mitgründerin der Aktion Bürgerpark Englischer Garten, ist die ganze Diskussion „absurd“, sie sagte: Der Park gehört den Bürgern. Auch Hans Wiblishauser vom Verband für das deutsche Hundewesen sieht „keinen Grund für eine solche Verordnung. Die Hundedichte hat in München seit 30 Jahren nicht zugenommen“. Ex-Hundebesitzerin und Kabarettistin Lisa Fitz schlug vor, mehr Kotbeutel zur Verfügung zu stellen, insgesamt stelle sie aber den Hang fest, „alles überzuregulieren. Und wenn ich Bußgeld höre, drängt sich mir der Verdacht auf, dass da jemand vor allem Geld einfahren will.“ ...

Zum Artikel siehe http://www.abendzeitung.de/muenchen/rathaus/45169

 

AZ, 6. August 2008

Deutsche Regeln oder bayerische Freiheit? Der Streit um den Englischen Garten

Münchner Rhythmus-Gefühl

Unter Surfern, Hunden und Trommlern. Ein Stimmunsbild aus dem Herzen der Stadt

von Matthias Maus

Maja schaut mit großen braunen Augen. Als wollte sie sagen: Was ist denn? Ich bin doch ganz lieb! Und in der Tat ist das Labrador-Weibchen ein echter Charme-Bolzen: Setzt sich gleich mal auf die Schuhe des Reporters und will unbedingt gestreichelt werden... [Weiter zum Zeitungsartikel]

 

STERN, 5. August 2008

Leinenzwang

Wie die CSU Hundebesitzer vergrault

Von Rudolf Stumberger - Die CSU verscherzt es sich derzeit gerne mit wichtigen Wählergruppen wie etwa den Rauchern. Die Münchner Hundehalter reizt sie nun mit einem Leinenzwang für den Englischen Garten - und lässt den Volkszorn hochkochen. ...

Besonders aktiv sind die Hundebesitzer. Erboste Bürger und Hundebesitzer haben sich unter dem Motto "Freiheit statt Hundeleine" zu einer "Aktion Bürgerpark Englischer Garten" zusammengeschlossen. Die Bürgeraktion hat mittlerweile mitgliederschwere Organisationen wie den "Verband für das Deutsche Hundewesen - Landesverband Bayern" hinter sich geschart, aber auch die örtliche Vorsitzende des Kinderschutzbundes ist dabei...

Gefordert wird ein Mitspracherecht bei der Gestaltung der neuen Parkordnung und dem Bußgeldkatalog - eben ein "Runder Tisch". Es könne ja nicht sein, so Bürgeraktionssprecherin Evelyne Menges, dass ein einzelner Beamter über die Nutzung des beliebten Englischen Gartens entscheiden könne.

Zum Zeitungsartikel siehe http://www.stern.de/politik/deutschland/:Leinenzwang-Wie-CSU-Hundebesitzer/633541.html

WELT, 3. August 2008

Im Park soll wieder Ordnung herrschen

Im Englischen Garten in München sollen bald Bußgelder dafür sorgen, dass Rücksicht genommen wird. Die Bürger laufen Sturm

 

Surrend schwebt eine Frisbee-Scheibe vor der Kulisse des Monopteros durch die warme Sommerluft. Entlang des Eisbaches bräunen sich Singles, Paare und ganze Familien, im Bach selbst lassen sich kreischende Jugendliche treiben. Am Haus der Kunst warnt eine Tafel: "Schwimmen verboten. Lebensgefahr" und dahinter bestaunen Touristen die "Eisbach-Surfer", sie sind längst in vielen München-Reiseführern aufgenommen. Und dazwischen immer wieder Radler, Hunde, Kinder, Jogger und mitunter sogar ein paar "Nackerte"...

... Was der Verwaltungschef für eine gute Lösung hält, stößt anderswo auf heftigste Ablehnung. "Es kann nicht sein, dass ein einzelner Beamter über die Nutzung des Englischen Gartens entscheidet", sagt Evelyne Menges, Stadträtin der CSU und Sprecherin der "Aktion Bürgerpark Englischer Garten". Die hat mittlerweile mitgliederschwere Organisationen wie den "Verband für das Deutsche Hundewesen - Landesverband Bayern" hinter sich geschart, aber auch die Vorsitzende des Kinderschutzbundes ist dabei.

Die Bürgeraktion will mitreden, wenn über eine neue Verordnung für den Englischen Garten entschieden wird: "Wir fordern einen runden Tisch", sagt Menges. Man wolle eben kein "Singapur" in München, vielmehr solle der Englische Garten weiterhin Ausdruck des "Bayerischen Lebensgefühls vom leben und leben lassen" sein. Dies sei jetzt bedroht: "Wir fürchten, dass man, wenn man im Eisbach badet, nun ein Bußgeld zahlen muss." Und die Aktion wendet sich vehement gegen einen Leinenzwang für Hunde, sei doch der Englische Garten die letzte Möglichkeit, dem Tier einen "artgerechten Auslauf" zu ermöglichen. In dieser Hinsicht erhält die Bürgeraktion Schützenhilfe von ganz oben. Auch Bayerns Umweltminister Otmar Bernhard (CSU), Besitzer eines Dalmatiners, forderte seinen zuständigen Amtskollegen Erwin Huber auf, bei der Frage des Leinenzwangs "Augenmaß" zu bewahren, Hundehalter dürften nicht kriminalisiert werden...

Zum Artikel siehe http://www.welt.de/wams_print/arti2280218/Im_Park_soll_wieder_Ordnung_herrschen.html

 

TZ, 2./3. August 2008

CSU will im Eisbach schwimmen

Münchner Stadträte machen sich für die Aufhebung des Verbots stark

bw. München - In den vergangenen Hochsommertagen fiel es drei CSU-Stadträten siedenheiß ein: Ein Sprung in den Eisbach ist in München die denkbar prickelndste Abkühlung und Erfrischung. Das sollte nicht verboten sein!

"Schwimmen im Eisbach gehört zum Englischen Garten wie der Englische Garten zu München": Unter diesem Motto machen sich die Mandatsträger Tobias Weiß, Evelyne Menges und Michael Kuffer in einem Antrag an Oberbürgermeister Christian Ude jetzt für eine Aufhebung des Badeverbots stark... [Zum Zeitungsartikel]

 

BILD, 1. August  2008

Rathaus-CSU kämpft fürs Eisbach-Baden!

Schwimmen in dem reißenden Flüsschen soll endlich sicher werden

von K. Riechers

München - Bei dieser Hitze ist ein Sprung in den kühlen Eisbach im Englischen Garten ein herrliches Vergnügen. Aber es ist verboten, eigentlich.

Die Rathaus-CSU will das jetzt ändern. ...

CSU-Stadtrat Michael Kuffer sagt: "Neben dem Surfen auf der Eisbach-Welle gehört auch das Schwimmen im Eisbach zu München und seinem Lebensgefühl." Seine Kollegin Evelyne Menges ergänzt: "Der Englischer Garten als Bürgerpark muss für unsere Bevölkerung erhalten bleiben."   [weiter zum Artikel http://www.bild.de/BILD/muenchen/aktuell/2008/08/01/rathaus-csu-kaempft-fuers/eisbach-baden.html]

 

Münchner Merkur, 1. August 2008

CSU will im Eisbach baden

Viele tun`s, doch eigentlich ist es verboten. Schwimmen im Eisbach zählt zu den Lieblingsbeschäftigungen der Münchner. Die CSU fragt sich jetzt: Wieso hebt man das Badeverbot nicht einfach auf?

von Matthias Kristlbauer

Seit Wochen sind die Christsozialen dem Lebensgefühl der Münchner auf der Spur. Mal fordern sie einen Sandstrand an der Isar, mal ein bisschen mehr Unterstützung für Popmusik. Besonders aber hat es der Münchner CSU der Englische Garten angetan. In einem aktuellen Antrag an OB Christian Ude (SPD) fordern die Stadträte Tobias Weiß, Evelyne Menges und Michael Kuffer, das Schwimmen im Eisbach sicherer zu machen und das Badeverbot aufzuheben...

[Zum Zeitungsartikel]

 

WELT, 1. August 2008

Sommerspaß

Stadträte wollen Badeverbot im Eisbach aufheben

Offiziell gilt für den Eisbach im Englischen Garten ein Badeverbot, doch an heißen Tagen hält das viele Hundert nicht davon ab, sich ins erfrischende Nass zu stürzen. Das ist nicht ungefährlich – trotzdem fordern CSU-Stadträte, das Badeverbot aufzuheben...

Offiziell gilt für den Eisbach im Englischen Garten ein Badeverbot, doch an heißen Tagen hält das viele Hundert nicht davon ab, sich ins erfrischende Nass zu stürzen. Bestraft wird das nicht, die Schwimmer werden bislang ebenso geduldet wie die Eisbach-Surfer neben dem Haus der Kunst. Das Sommervergnügen ist aber auch nicht ungefährlich, vor allem wegen der Walzen und Unterströmungen. Fast in jedem Sommer kommt es zu Bade-Unfällen – voriges Jahr sind hier zwei Menschen ertrunken. „Schwimmen im Eisbach muss sicherer werden“, fordern jetzt die CSU-Stadträte Tobias Weiß, Evelyne Menges und Michael Kuffer in einem Antrag an Oberbürgermeister Christian Ude (SPD) und verlangen, das Badeverbot „endlich aufzuheben“.

 

weiter zum Artikel http://www.welt.de/muenchen/arti2274996/Stadtraete_wollen_Badeverbot_im_Eisbach_aufheben.html

 

AZ, 31. Juli 2008

CSU: Weg mit dem Badeverbot am Eisbach!

MÜNCHEN  -  Hinein in die kühlen Fluten, und wenn es der eiskalte Eisbach im Englischen Garten ist, dann ist es noch prickelnder. Offiziell ist nach zahlreichen Unfällen das Baden dort verboten. „Diese Verbot erweist sich in der praktischen Umsetzung als völlig nutzlos, denn es schwimmen jeden Sommer Tausende im Eisbach“, stellt Stadtrat Tobias Weiß (CSU) fest. Deshalb fordert die CSU-Stadtratsfraktion von Stadt und Freistaat: Weg mit dem Badeverbot. Macht den Eisbach sicherer!

weiter zum Artikel http://www.abendzeitung.de/muenchen/rathaus/43753

 

AZ, 28. Juli 2008

Kolumne Peter Gauweiler

Liebe Abendzeitung,

Das Nieveau, sagt Karl Kraus, ist hoch, aber leider ist niemand drauf. Was hat der vollgekackte Rasen im Englischen Garten mit Liberalität zu tun? Welche Selbstverwirklichung eines Parkbesuchers ist schützenswerter: Auf einer Bank am Eisbach sitzen oder stundenlang die Bongo-Trommel zu spielen? Oder den benachbarten Hofgarten mit Plastikbechern amerikanischer Kaffeeketten zu vermüllen?

Die Geschäftsgrundlage, dass es solche Parks überhaupt geben kann, heißt Rücksichtsnahme. Der zuständige Beamte der staatlichen Parkverwaltung, der gegen die vielfältigen Rücksichtslosigkeiten angeht, sollte für seinen Mut einen Orden erhalten. Stattdessen wird er als Spießer beschimpft. Ich kenne das.

Die Abendzeitung hat jetzt darauf hingewiesen, dass es abgegrenzte Freilaufzonen für Hunde, wie sie von der Verwaltung für den Englischen Garten vorgeschlagen werden, in den weltberühmten Parks von New York, London, Berlin und Paris längst gibt. Und noch etwas: Die Forderung, den vor 219 Jahren von Friedrich Ludwig von Sckell gestalteten Eisbach zu Schwimmzwecken umzubauen, ist eine Schnapsidee. Der Englische Garten ist etwas anderes als das Ungererbar. [Zum Zeitungsartikel]

 

BILD, 26. Juli 2008

Neue Aktion gegen Leinenzwang

München - Der Leinenzwang im Englischen Garten empört Hundehalter (BILD berichtete). Jetzt macht ein breites Bündnis um CSU-Stadträtin Evelyne Menges dagegen Front. Die "Aktion Bürgerpark Englischer Garten" sammelt Unterschriften gegen den Leinenzwang. Infos gibt's unter 30 77 95 22 und bei www.buergerpark-muenchen.de. [Zum Zeitungsartikel]

 

MÜnchner Merkur, 25. Juli 2008

Gefahren im Englischen Garten

CSU fordert "Unfallbericht"

Die CSU-Stadtratsfraktion fordert eine Auflistung aller Unfälle, die sich in den vergangenen fünf Jahren im Englischen Garten ereignet haben - sortiert nach Art, Ursach und Vermeidbarkeit. Hintergrund sind Äußerungen von Parkchef Thomas Köster, wonach es bei Unfällen mit Hunden auch Tote gegeben habe. Süffisant stellt Stadträtin Evelyne Menges fest, der Garten sei offenbar ein so unsicherer Ort, dass ein "scharfer bußgeldbewehrter Durchriff" geradezu erforderlich sei. In den vergangenen Tagen hatten sich mehrere CSU-Politiker dafür stark gemacht, bei der neuen Parkordung nicht zu streng zu sein. pyü [Zum Zeitungsartikel]

AZ, 25. Juli 2008

"Keine pauschalen Verbote im Park"

Finanz-Staatssekretär Georg Fahrenschon zur heißen Debatte um den Englischen Garten

AZ: Herr Fahrenschon, was plant das Finanzministerium genau mit der bußgeldbewehrten Parkordnung?

GEORG FAHRENSCHON: Es besteht kein Zweifel, dass der Englische Garten einmalig ist. Es gibt keine vergleichbare Parkanlage, die so mit dem Lebensgefühl einer STadt verbunden ist. Umso wichtiger ist, dass wir jetzt versuchen, die Diskussion faktenorientiert zu führen.

Weiter im Interview unter http://www.abendzeitung.de/muenchen/42225

Was passiert wirklich?
Stadträte fordern Unfall-Liste

"Der Englische Garten ist wohl ein unsicherer Ort", meinen die Stadträte Evelyne Menges und Tobias Weiß (CSU) ironisch. Sie beziehen sich dabei auf Meldungen über Todesfälle durch Hunde und andere Zwischenfälle. Jetzt wollen sie der Sache auf den Grund gehen. [Zum Zeitungsbericht].

 

Münchner Merkur, 23. Juli 2008

Der Parkchef soll sich zurücknehmen

Ab dem 1. August kann die Schlösserverwaltung eine Verordnung für den Englischen Garten erlassen - und Bußgelder verhängen. Wir sprachen mit Georg Fahrenschon (CSU), Staatssekretär im Finanzministerium von Erwin Huber.

- Herr Fahrenschon, Hundebesitzer fürchten einen Leinenzwang, Surfer nie wieder auf dem Eisbach Wellen reiten zu dürfen. Was will der Freistaat mit der Verschärfung des Verordnungsgesetzes eigentlich bezwecken?

Erst einmal möchte ich sagen, dass es überhaupt nicht notwendig ist, vor etwas Angst zu haben. Denn im Grunde gibt es solche Regelungen in ganz Deutschland - auch in der Landeshauptstadt München. Und die haben überall zum Ziel, die unterschiedlichen Interesse der Menschen, die die Parks nutzen, unter einen Hut zu bringen. Das Gesetz, das zum 1. August in Kraft tritt, setzt das Finanzministerium lediglich in die Lage, Verordnungen auch für die staatlichen Anlagen zu erlassen. .... [weiter zum Zeitungsartikel]

 

AZ, 22. Juli 2008

Der Park entzweit die CSU

Der Streit um den Leinenzwang für Hunde im Englischen Garten wird zur Zerreißprobe für die CSU: Nach Bernhard wettert jetzt auch Haedke gegen die Einschränkungen. "Es kann nicht sein, dass die Münchner Lebensart verletzt wird".

Zum Artikel siehe http://www.abendzeitung.de/muenchen/41706

 

AZ, 22. Juli 2008

Lisa Fitz: "Leinenzwang für Finanzbeamte"

Die Kabarettistin und AZ-Kolumnistin ist gegen Überregulierung im Englischen Garten

Sie ist nicht nur eine der größten bayerischen Kabarattistinnen, sondern auch ein glühender Fan des Englischen Gartens und der Menschen, die sich dort vergnügen. Kein Wunder, dass Lisa Fitz von einer strengen Park-Ordnung mit Leinenzwang, Bade- und Radl-Verbot nichts hält. In der AZ macht die freiheitsliebende Hundehalterin ihrem Ärger Luft.... [weiter zum Interview im Zeitungsartikel]

 

AZ, 22. Juli 2008

Tierschützer und Surfer machen mobil

"Aktion Bürgerpark" will die Lebendigkeit des Parks erhalten

München. Es ist eine mächtige Lobby, die sich mittlerweile gegen die Pläne des Finanzministeriums und der Schlösser- und Seenverwaltung formiert hat: Bereits vor zwei Wochen hat sich der Verband für das Deutsche Hundewesen Bayern (80.000 Mitglieder) mit dem Tierschutzverein München (11.000 Mitglieder), der Aktion Tier (210.000 Mitglieder) und der Tierrettung München (2.500 Mitglieder) zur "Aktion Bürgerpark - Englischer Garten" zusammengeschlossen. Außerdem beteiligen sich die "Interssensvertretung Surfen in München" unter ihrem Vorsitzenden Karsten Mohr und Tierschützer Michael Aufhauser von Gut Aiderbichl an der Initiative.

Gemeinsam fordern sie, die Lebendigkeit des Parks zu erhalten und dem Miteinander von Mensch und Tier im Englischen Garten keinen Riegel vor zu schieben: "Das soll ein Bürgerpark bleiben." sagte Evelyne Menges, die Vorsitzende der Aktion.

[Zum Zeitungsartikel]

AZ, 22. Juli 2008

Legt die Spießer an die Leine!

  • Baden und Surfen verboten

  • Radeln nur an Werktagen?

  • Leinenzwang für Hunde

MÜNCHEN Immer mehr Verbote, immer neue Bußgeldverordnungen! Die Regulierungswut der für den Englischen Garten zuständigen Bürokratie kennt offenbar keine Grenzen. Dabei gilt der herrliche Park im Herzen von München doch weltweit als Symbol für Freiheit und Toleranz. Bevor es damit endgültig vorbei ist, formiert sich Widerstand. In der "Aktion Bürgerpark - Englischer Garten" haben sich Hundebesitzer, Wassersportler und andere Parkfreunde zusammengefunden, um gegen die Ordnungsfanatiker im zuständigen Finanzministerium mobil zu machen. Die Diskussion, was in Parks anderer Metropolen erlaubt ist: Seiten 2 und 3.

 

Süddeutsche Zeitung, 16. Juli 2008

Die CSU - auf den Hund gekommen

Der Mensch ist flexibel, vor allem bei der Kommunikation auf der Straße. Man nehme den Radler, der bei Regen mit dem Auto fährt, ab und an aber zu Fuß gehen muss. In welcher Rolle auch immer er sich befindet, die anderen beiden werden, begegnen sie ihm auf der Straße, zum Feind, und er schimpft diesen eine "blöde Sau". Die Beziehungen der Drei untereinander sind klar definiert, aber eben austauschbar.

Anders ist das bei der gerade in München disparaten Beziehung von Menschen mit und ohne Hund. Von wegen Rollentausch! Hier haben sich die Lager eingegraben an der Front wie damals vor Verdun. Hundehalter gegen Hundehasser, dazwischen ist nichts als ein tiefer Graben. .... [weiter zum Zeitungsartikel]

 

TZ, 16. Juli 2008

Englischer Garten

Tierfreunde wollen bei der Park-Verordnung mitreden

Tierfreunde kämpfen gegen die geplante Parkverordnung für den Englischen Garten. Sie wollen mitbestimmen, welche Regeln für Mensch und Tier künftig in dem Park gelten sollen.

von Markus Knall

Der Streit zwischen Nutzern des Englischen Gartens und der Parkverwaltung geht in die nächste Runde: Es sind vor allem Münchern Tierinitiativen, die sich daran stoßen, dass sich der Park in Zukunft eine eigene Verordnung geben darf. Sie fürchten erhebliche Einschränkungen - für Besucher mit und ohne Hund, Jogger und Sapziergänger.

... Die Parkverwaltung müsse daran gehindert werden, im Alleingang die Parknutzung vorzuschreiben, fordert die "Aktion Bürgerpark". Am vergangenen Donnerstag traf sie sich, um gegen die Verordnung mobilzumachen. Mit dabei Stadträtin Evelyne Menges (CSU), die die Aktion unterstützt: Sie verlangt von Politik und Verwaltung mehr Bürgernähe. Und: "Wir werden unsere Mitglieder ermuntern, durch Briefe und Unterschriftenlisten ihrer Meinung gegenüber der Parkverwaltung Gehör zu verschaffen". [Zum Zeitungsartikel]

 

Süddeutsche Zeitung, 15. Juli 2008

Englischer Garten

CSU-interner Krieg wegen Leinenzwangs

"Nicht mit Kanonen auf Zamperl schießen": Umweltminister Bernhard ist gegen eine generelle Leinenpflicht im Englischen Garten und ermahnt Finanzminister Huber.

Der Streit um eine drohende Leinenpflicht für Hunde im Englischen Garten in München hat nun auch das Kabinett erreicht. Bayerns Umweltminister Otmar Bernhard ermahnte Finanzminister Erwin Huber (beide CSU), hier Augenmaß zu zeigen.

Hundehalter dürften nicht "kriminalisiert" werden, warnte Bernhard am Dienstag. Es dürfe im übertragenen Sinne nicht bei "Bagatellverstößen mit Kanonen auf Zamperl" geschossen werden, sagte der Münchner CSU-Bezirkschef und fügte hinzu: "München ist nicht Singapur". ... weiter zum Zeitungsartikel unter http://www.sueddeutsche.de/muenchen/artikel/565/185978/print.html

 

AZ, 15. Juli 2008

Bernhard bellt Huber an

Der Streit um den Leinenzwang für Hunde entzweit die CSU: Otmar Bernhard geht auf seinen Chef Erwin Huber los. Der solle für das neue Gesetz erst einmal im Bayreuther Hofgarten erproben, bevor er "im Englischen Garten Fakten schafft".

München. Der Streit um Strafen und den Leinenzwang für Hunde im Englischen Garten hat jetzt auch die CSU und das Regierungskabinett entzweit: Gestern bellte deswegen Münchens CSU-Chef (und Umweltminister) Otmar Bernhard seinen Parteichef (und Finanzminister) Erwin Huber an. Der solle nicht mit Kanonen auf Hunde schießen, sondern "Augenmaß" wahren. Huber solle das neue Gesetz erst einmal im Bayereuther Hofgarten erproben, bevor er "im Englischen Garten Fakten schafft". ... weiter zum Zeitungsartikel unter http://www.abendzeitung.de/muenchen/40211

Münchner Merkur, 14. Juli 2008

Englischer Garten

Tierfreunde wollen bei der Park-Verordnung mitreden

Tierfreunde kämpfen gegen die geplante Parkverordnung für den Englischen Garten. Sie wollen mitbestimmen, welche Regeln für Mensch und Tier künftig in dem Park gelten sollen.

von Markus Knall

Der Streit zwischen Nutzern des Englischen Gartens und der Parkverwaltung geht in die nächste Runde: Es sind vor allem Münchern Tierinitiativen, die sich daran stoßen, dass sich der Park in Zukunft eine eigene Verordnung geben darf. Sie fürchten erhebliche Einschränkungen - für Besucher mit und ohne Hund, Jogger und Sapziergänger.

... Die Parkverwaltung müsse daran gehindert werden, im Alleingang die Parknutzung vorzuschreiben, fordert die "Aktion Bürgerpark". Am vergangenen Donnerstag traf sie sich, um gegen die Verordnung mobilzumachen. Mit dabei Stadträtin Evelyne Menges (CSU), die die Aktion unterstützt: Sie verlangt von Politik und Verwaltung mehr Bürgernähe. Und: "Wir werden unsere Mitglieder ermuntern, durch Briefe und Unterschriftenlisten ihrer Meinung gegenüber der Parkverwaltung Gehör zu verschaffen". [Zum Zeitungsartikel]

 

Süddeutsche Zeitung, 12./13. Juli 2008

An der Leine

Deutschlands schönster Park wird mit Verboten überzogen. Ein Lehrstück über Unfreiheit, das nicht nur in München spielt.

von Hilmar Klute. Am frühen Morgen, wenn die Gräser so feucht sind, dass nur derjenige punkten kann, der in Gummistiefeln unterwegs ist, liegen auf einer großen Wiese im Norden des Englischen Gartens die Schafe.

Sie sehen von weitem aus wie große Findlinge aus Sandstein, die einem vertrotteltem Riese aus der Tasche gefallen sind - stumm und regungslos dösen die Schafe auf ihren grünen feuchten Betten. Der Hund, den ich freundlicherweise auf diesen für meine Begriffe noch nächtlichen Stunden begleiten darf, sieht die Schafe nicht. Er sieht auch die Krähen nicht, die aus dem hohen Gras hochfliegen. Er seiht zwar die Jogger, findet sie aber weiter nicht interessant. Er sieht die Radfahrer, die er vielleicht ein bißchen fürchtet, und er sieht andere Hunde, deren Sympathiewert er mit der Nase ermittelt. [Zum Zeitungsartikel] sowie http://www.sueddeutsche.de/muenchen/artikel/984/185402/print.html

 

BILD, 12./13. Juli 2008

Protest gegen Leinen-Zwang im Englischen Garten

Jetzt bellen die Herrchen zurück

von Wolfgang Ranft. München - Der Widerstand gegen das Hunde-Bußgeld im Englischen Garten formiert sich.

... Weil in den meisten Teilen des Parks Leinenzwang für Hunde gilt, wären die Besitzer von freilaufenden Hunden die ersten Betroffenen. Jetzt haben sich mehrere Organisationen zu einem Protestbündnis vereinigt: der Tierschutzverein München, die Aktion Tier, der Verband für das Deutsche Hundewesen, die Bürgeraktion "Unser Englischer Garten".

Rechtsanwältin Evelyne Menges: "Wir werden unsere Mitglieder ermuntern, durch Emails, Briefe und Unterschriftenlisten ihrer Meinung gegenüber der Parkverwaltung und Landespolitik Gehör zu verschaffen." [Zum Zeitungsartikel] [zum online-Artikel: http://www.bild.de/BILD/muenchen/aktuell/2008/07/12/leinenzwang/im-englischen-garten.html

 

AZ, 12. Juli 2008

Schwimmen im Eisbach - das soll auch weiterhin im Englischen Garten erlaubt bleiben

Englischer Garten - ein Bürgerpark für alle

Mehrere Initiativen kämpfen gegen einen Bußgeldkatalog im Englischen Garten.

München. Der Streit um die Zukunft des Englischen Gartens spitzt sich zu. Jetzt kämpft auch die Bürgeraktion "Unser Englischer Garten" gegen den Bußgeldkatalog, der demnächst im Englischen Garten gelten soll.  [Zum Zeitungsarktikel].

 

 

Münchner Merkur, 4. Juli 2008

Streit um Hunde im Park

FDP: Parkchef schürt Angst vor Hunden im Englischen Garten

Sind Hunde im Englischen Garten immer wieder für tödliche Unfälle verantwortlich? Parkchef Thomas Köster hatte das gegenüber Journalisten angegeben - und gerät deshalb nun in Bedrängnis. Die Rathaus-FDP wirft im vor, "mit erfundenen Todesfällen die Angst vor Hunden zu schüren". Denn den Behörden sind solche Fälle nicht bekannt. Doch Köster bleibt dabei. Besucher des Parks sind durch Hunde umgekommen... [weiter zum Zeitungsartikel].

 

AZ, 20. Juni 2008

Jetzt hagelt`s Bußgelder!

Eine neue Parkverordnung soll die zunehmende Verwahrlosung von Münchens Grüner Lunge aufhalten. Kommt bald ein Leinenzwang, Bade- und Surfverbot im Englischen Garten? Fest steht: Störern drohen künftig Bußgelder.

Zum Artikel siehe http://www.abendzeitung.de/muenchen/35081