Fröttmaninger Heide

Die Fröttmaninger Heide ist ein durch die Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie (FFH) der EU geschütztes Gebiet am nördlichen Stadtrand von München. Das Gelände war ca. 150 Jahre Truppenübungsgelände diverser Armeen. Nach dem Ende der Nutzung durch die Bundeswehr soll nun in den kommenden Jahren ein Naherholungsgebiet durch den Heideflächenverein Münchener Norden e.V. entstehen. In diesem Verein sind die anliegenden Kommunen und Landkreise vertreten (nähere Infos unter www.heideflaechenverein.de). Das Motto lautet Mensch und Natur im Einklang".

Im vorgestellten Pflege- und Entwicklungskonzept für die Fröttmaninger Heide, das auf verschiedenen Veranstaltungen und in der Presse publiziert wurde (siehe anhängende Zeitungsartikel), wird u. a. vom Leinenzwang für Hunde und der Abtragung des mit Bäumen und Sträuchern bewachsenen Walls, der sich vom Ende des Carl-Orff-Bogens bis hin zur Grusonsiedlung erstreckt, gesprochen.

Mit diesen beiden Punkten sind wir als unmittelbare Anwohner und Nutzer der Fröttmaninger Heide und viele andere, die dort nicht wohnen, aber auf der Heide spazieren gehen, joggen, Rad fahren, nordic walken etc., nicht einverstanden.

Auch mit dem von der Stadt München gewünschten öffentlichen Zugang  zur Fröttmaninger Heide beim Bau der Sportanlage des FC Bayern München e.V. nahe der Grusonsiedlung gehen wir nicht konform. Neben der Verkehrs- und Lärmbelästigung für die dort wohnenden Bürger, wird die sicherlich hohe Besucherbelastung, der zurückgelassene Müll die Heideflächen und auch die Schafbeweidung beeinträchtigen. Wir erleben diese Problematik schon jetzt in der Kieferngartensiedlung im Zusammenhang mit der Allianz-Arena. Je nach Planungs- und Genehmigungstand wollen wir hier ebenfalls agieren.

Da unsere Schreiben oder Mails an die zuständigen Gremien unbeantwortet blieben, haben wir uns entschlossen Unterschriften zu sammeln.

Wir sind für den Schutz dieser einzigartigen Heidelandschaft, möchten aber als Bürger gehört und nicht nur ignoriert werden und wünschen, dass

  • keine generelle Umsetzung des Leinenzwangs erfolgt. Es werden sinnvolle und umsetzbare Regelungen gefordert. Unsererseits wird ein situativer, örtlich begrenzter Leineneinsatz in besonders schützenswerten Gebieten auf der Fröttmaninger Heide vorgeschlagen und vor allem keine Panikmache und keinen Generalverdacht gegen unsere Hunde.
  • der bewachsene Wall nicht abgetragen wird, sondern nur ebene, versetzte Zugänge geschaffen werden, denn der Wall ist ein optimaler Schutz für die dahinterliegende Heidelandschaft.


Unsere Aktion „Lasst den Wall stehen“ ist zwischenzeitlich mit Erfolg gekrönt. Auf der Sitzung im Juli 2009 des Vorstands des Heideflächenvereins Münchener Norden e.V.  wurde beschlossen, dass der Wall nicht abgetragen wird, sondern es werden nur einige wenige Zugänge, sogenannte „Heidefenster“, geschaffen. Geplant ist auch, dass der bewachsene Wall in den Zuständigkeitsbereich der Landeshauptstadt München übergeht und dass der Heideflächenverein erst nach dem Wall verantwortlich ist. Die geplante Heidepromenade wird durch einen Kies-/Schotterweg ersetzt.

Über eine große Unterstützung unserer Unterschriftenaktion gegen einen generellen Leinenzwang auf der Fröttmaninger Heide würden wir uns sehr freuen. Eine Unterschriftsliste ist im pdf-Format beigefügt.

ViSdPG:     Lothar Wolf            Hannelore Scholz
Handy: 0172 752 3655           Handy: 0173 380 8191

e-mail-Adresse: IG-Hund-Heide@gmx.de

In Vertretung unserer Artgenossen und Mitstreiter fordern wir für uns keinen Leinenzwang (außer in besonders schützenswerten Bereichen) auf der Fröttmaninger Heide. Lasst uns bitte unseren Freiraum, wo wir doch fast nirgends mehr ohne Leine laufen dürfen. Für uns werden auch Steuern bezahlt!